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Ulm

Über 2.450 junge Menschen beginnen ihre berufliche Karriere mit einer dualen Ausbildung!

IHK Ulm

17. Januar 2020
Über 2.450 junge Menschen beginnen ihre berufliche Karriere mit einer dualen Ausbildung! Foto: ©rfphoto & depositphotos.com

Ulm: Im Ausbildungsjahr 2019 haben in der IHK-Region Ulm 2.459 junge Menschen mit Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung und Handel Ausbildungsverträge geschlossen, darunter sind 110 junge Flüchtlinge.
Dabei ist es gelungen, viele Flüchtlinge von einer Ausbildung in Berufen mit hohem Fachkräftebedarf zu überzeugen, wie z.B. dem Einzelhandel, der Systemgastronomie oder dem Verkehrswesen. Die Auszubildenden kommen zum größten Teil aus Syrien und Afghanistan. Die Ausbildungszahlen in der Region sind somit stabil und erreichen exakt den Vorjahreswert. „Die erfolgreichen Anstrengungen um die Integration von Flüchtlingen in Ausbildung schwächen den Bewerbermangel im Ausbildungsmarkt ab, der bereits seit einigen Jahren Trend ist“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard. „Neben dem demografisch bedingten Rückgang an Bewerberinnen und Bewerbern ist es vor allem der ständig zunehmende Trend zum Studium, der immer weniger junge Menschen eine Ausbildung beginnen lässt. Die Folge ist, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen können.“

Immer weniger Nachwuchs interessiert sich für eine Ausbildung
Einem hohen Ausbildungsengagement der Unternehmen in der Region steht ein immer stärker schwindendes Potenzial an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern gegenüber, was für die Unternehmen zunehmend zu einem Problem wird: Fast ein Drittel der Unternehmen gibt in der Ausbildungsumfrage 2019 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) an, dass sie nicht alle Ausbildungsplätze besetzen konnten. Grund ist bei 70 Prozent, dass keine geeigneten Bewerbungen vorgelegen haben. „Der Trend weg von der dualen Ausbildung hin zum Studium führt in eine Sackgasse“, ist sich IHK-Hauptgeschäftsführer Deinhard sicher. „Gerade die duale Berufsausbildung bietet bessere und vor allem sichere Berufsaussichten“, betont er.

AzubiCard - eine Karte, viele Möglichkeiten
Zum Ausbildungsstart 2019 haben in der IHK-Region Ulm alle 6.600 Auszubildenden erstmals eine AzubiCard erhalten. Mit dieser AzubiCard haben die Auszubildenden einen eigenen Ausweis für die Dauer ihrer Ausbildung. Ähnlich wie man es von einem Studienausweis kennt. Die Auszubildenden bekommen damit Zugang zu Vergünstigungen regionaler Unternehmen. Zudem ermöglicht ihnen die AzubiCard einen direkten Zugriff auf relevante Informationen bei der IHK zu ihrer Ausbildung. Die IHK Ulm gehört als erste Kammer in Baden-Württemberg zu den zwölf Kammern deutschlandweit, die das System AzubiCard aufbauen. Die AzubiCard hat zum Ziel, ein bundesweit anerkannter Ausweis für alle Auszubildenden in IHK-Ausbildungsberufen zu werden. Deinhard unterstreicht: „Damit wird nicht nur die Attraktivität der dualen Ausbildung erhöht, sondern den Auszubildenden auch die Wertschätzung entgegengebracht, die sie verdienen.“

Die Ausbildungszahlen im Detail:
Im Vergleich zum Jahr 2018 weist in der IHK-Region Ulm der Alb-Donau-Kreis mit minus 1,7 Prozent einen Rückgang an Ausbildungsverhältnissen auf. In der Stadt Ulm wurde der Stand des Vorjahres wieder erreicht. Der Landkreis Biberach verzeichnet ein Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zu den Vorjahreszahlen.

Der Rückgang an Auszubildenden ist auf die kaufmännischen Berufe zurückzuführen. Hier fehlen insgesamt 4,9 Prozent zum Vorjahr. Die kaufmännischen Berufe in Handel und Büro weisen einen Rückgang von jeweils 10 Prozent auf. Im Bereich Verkehr und Logistik fehlen 5 Prozent zum Vorjahr. Der/die Industriekaufmann/Industriekauffrau trägt mit knapp minus 11 Prozent ebenfalls zum deutlichen Rückgang bei.

Die gewerblich-technischen Berufe sind in der IHK-Region stark vertreten und haben um 6,1 Prozent zugenommen. Der Landkreis Biberach mit seiner starken Wirtschaftsstruktur ist hierzu mit einem herausragenden Plus von 9,6 Prozent vertreten.
V.i.S.d.P.: IHK Ulm

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