B2B Wirtschaftsportal Baden-Württemberg

Ulm

Novellierung des Berufsbildungsgesetzes

IHK Ulm

27. Januar 2020
Novellierung des Berufsbildungsgesetzes. Foto:©Goodluz / depositphotos.com

Ulm: Mehr Attraktivität, Flexibilität und internationale Anschlussfähigkeit
der Beruflichen Bildung – das sind die Ziele, die mit der Novellierung
des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) erreicht werden sollen.
Die neuen Regelungen sind zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten.
Dadurch ändert sich für Ausbildungsbetriebe, Auszubildende und
Prüfende einiges. Neuregelungen gibt es u. a. bei der Ausbildungsvergütung,
der Teilzeitausbildung oder bei den Rahmenbedingungen
für die Prüfungen.
In drei Veranstaltungen informierte die IHK
Ulm bereits ihre Ausbildungsbetriebe über die Gesetzesänderungen.
„Die IHKs sind in sämtlichen Fragen rund um die Ausbildung Partner
der Unternehmen wie auch der Auszubildenden – das beginnt
bei der Beratung zur Berufswahl und reicht über alle Prüfungsfragen
bis hin zur Lösung von Problemen bei der Ausbildung“, fasst
Hauptgeschäftsführer Max-Martin W. Deinhard das Aufgabenspektrum
der IHK zusammen. „So nehmen wir natürlich auch die Information
und Beratung zu gesetzlichen Änderungen sehr ernst.“
Die wichtigsten Änderungen in Kürze sind:
Seit dem 1. Januar 2020 bildet eine Mindestausbildungsvergütung
die Untergrenze der zu vereinbarenden Ausbildungsvergütung.
Auszubildende, die ihre Berufsausbildung 2020 beginnen, haben im
ersten Ausbildungsjahr Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung in
Höhe von mindestens 515 Euro. Die Einstiegsvergütung wird in den
nächsten Jahren nach und nach steigen: 2021 auf 550 Euro im
Monat, 2022 auf 585 Euro und 2023 auf 620 Euro. Die Erhöhungen
ab 2024 richten sich danach, wie sich die Ausbildungsvergütungen
in Deutschland durchschnittlich entwickeln.
Zukünftig wird es leichter, eine Ausbildung in Teilzeit zu
absolvieren. Bisher war dies nur für junge Eltern und Personen, die
einen Angehörigen pflegen, möglich. Ab sofort kann jeder
Auszubildende den Weg der Teilzeitausbildung gehen. Einzige
Voraussetzung: Auszubildende und Betrieb sind sich einig. Volljährige und minderjährige Auszubildende werden nun von
Gesetzes wegen im Hinblick auf die Freistellung von der
betrieblichen Ausbildung und die Anrechnung der Freistellung auf
die betriebliche Ausbildungszeit gleich behandelt. Hierzu wurden
Regelungen aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz in das BBiG
übernommen und neu geschaffen. Auszubildende haben ferner an
Arbeitstagen, die der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar
vorangehen, einen Freistellungsanspruch.
V.i.S.d.P.: IHK Ulm

- Anzeige -

Börse

- Anzeige -

NEUE AUFGABEN
GESUCHT?

FINDEN SIE JETZT DEN PASSENDEN JOB AUS ÜBER 12.000 JOBANGEBOTEN.

*IN KOOPERATION MIT DEM STELLENMARKT FÜR FACH- UND FÜHRUNGSKRÄFTE

Stelleninfos-Logo

Kurz & bündig informiert

Jeden Freitag die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten des Landes gesammelt im Überblick

B2B Themenmagazin

B2B Wirtschaftsportal Baden-Württemberg
Das Wirtschaftsportal B2B BADEN-WÜRTTEMBERG erreicht zielgenau und nahezu ohne Streuverlust den Mittelstand in Baden-Württemberg. Das Portal deckt das ganze Bundesland ab. B2B berichtet täglich aus 12 Kammer-Regionen, von der Region Heilbronn-Franken im Norden bis zur Region Hochrhein-Bodensee im Süden.