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Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaftslage im Handwerk stabil, Aussichten etwas verhaltener

Handwerkskammer Konstanz

30. Januar 2020
Wirtschaftslage im Handwerk stabil, Aussichten etwas verhaltener. Foto:©photography33 / depositphotos.com

Konstanz: Das Handwerk in den Landkreisen Konstanz, Waldshut, Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen ist in guter konjunktureller Verfassung, blickt aber skeptischer als im Vorjahr in die Zukunft.
„Auch wenn die Geschäftsaussichten für den weiteren Jahresverlauf etwas eingetrübt sind, so liegen sie auf einem im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen immer noch hohen Niveau. Das Handwerk erweist sich einmal mehr als stabilisierender Wirtschaftsbereich“, so Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz. Damit das so bleibt, müsse sich die Politik intensiv um gute Rahmenbedingungen für die vom Binnenmarkt abhängigen und personalintensiven Betriebe kümmern, so Rottler weiter.
Zugpferde der Handwerkskonjunktur sind weiterhin der private Konsum und die anhaltend hohe Bautätigkeit. Rund 90 Prozent der Baubetriebe und zwei Drittel der Ausbauhandwerke waren Ende 2019 voll ausgelastet. Die meisten Bauunternehmen verdienten ihr Geld im Bereich Modernisierung und Sanierung. Die Handwerksbereiche, die stärker von der Industriekonjunktur abhängen, spüren allerdings eine merkliche Abschwächung.

Über zwei Drittel der Handwerksbetriebe (73 Prozent; 2018: 87 Prozent) bewerteten ihre Geschäftslage insgesamt mit der Note „gut“. Jeder Achte ging von einer weiteren Verbesserung der Geschäftslage in den kommenden Monaten aus.

Die Auftragsentwicklung im regionalen Handwerk war im vierten Quartal 2019 weniger dynamisch als im Vergleichsquartal 2018. Über vollere Auftragsbücher freute sich jeder vierte Befragte (26 Prozent), während jeder fünfte (22 Prozent) Auftragsrückgänge verkraften musste.

Die Kapazitätsauslastung der Handwerksunternehmen zwischen Bodensee, Hochrhein und Schwarzwald-Baar-Heuberg lag im vierten Quartal 2019 leicht unter dem sehr guten Vorjahresniveau. Wie im Vorjahresquartal arbeitete aber rund jeder fünfte Betrieb über seine Kapazitätsgrenzen hinaus.
„Die Kunden müssen im Bau- und Ausbaubereich nach wie vor mit entsprechenden Wartezeiten rechnen. Trotz knapper Personaldecke geben die Unternehmen ihr Bestes, um den Wünschen zeitnah gerecht zu werden,“ sagt Rottler.
Immerhin 13,3 Prozent der Unternehmen haben im vierten Quartal 2019 neue Mitarbeiter eingestellt, rund jeder zehnte Betrieb plant, seine Belegschaft weiter zu vergrößern.

Die Umsätze des regionalen Handwerks lagen weiter auf hohem Niveau, auch wenn weniger Betriebe als im Vorjahr von einer Steigerung berichteten (41 Prozent; 2018: 46 Prozent). Rund ein Drittel stellen sich in den kommenden Monaten auf Umsatzrückgänge ein.

„Die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Handwerk ist unter anderem davon abhängig, wie sich die Industrie im Land entwickelt, denn deren Konjunktur strahlt mit etwas Verzögerung ins Handwerk ab. Die Industriekonjunktur wiederum hängt entscheidend vom Außenhandel ab. Auch Struktureffekte wie neue digitale Geschäftsmodelle oder die Transformation in der Automobilwirtschaft werden eine Rolle spielen“, resümiert Kammerpräsident Werner Rottler.

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