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Roboterworkshop zeigt Chancen für An- und Ungelernte

Südwestmetall

20. Februar 2020
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die Bedienung der Roboter selbst ausprobieren. Foto:©Südwestmetall

Stuttgart: Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt und damit auch die Berufsbilder verändern. „Hier ist es wichtig, gerade auch im an- und ungelernten Bereich die Menschen mitzunehmen“, sagte Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm. In einem jüngst durchgeführten Workshop wurden die Chancen erkundet, ob Roboter auf einfache Art und Weise für bestimmte Tätigkeiten programmiert werden können.
Ins Leben gerufen wurde dieser Workshop von Hans-Jürgen Zimprich, dem Verbandsingenieur von Südwestmetall in Ulm. Dabei zeigten vier verschiedene Roboterhersteller, Yaskawa, Smart Robotics, Merkle Schweißtechnik und Denso Robotics, wie Roboterprogrammierung erfolgt, welche Kenntnisse dazu notwendig sind und welche Aufgaben von An- und Ungelernten gemacht werden können. Zielgruppe hierfür waren Personalleiter, Betriebsleiter und Personalentwickler aus den verschiedensten Unternehmen ganz Baden-Württembergs.

„Das Ergebnis des Workshops war beeindruckend“, bekräftigte Zimprich. Mit zielgruppenspezifischen Schulungen könnten an- und ungelernte Mitarbeiter/innen in überschaubarem Zeitrahmen selbst standardisierte Programme erstellen. Jürgen Litz, Mitglied der Geschäftsleitung der Feinguss Blank GmbH und Teilnehmer des Workshops fasste seine Eindrücke, wie folgt zusammen: „Ich habe viele Eindrücke mitgenommen und war überrascht, in welch kurzer Zeit man einem kleinen Roboter etwas beibringen kann.“

Merkle Schweißtechnik demonstrierte in Kooperation mit der Firma Jugard + Künstner, wie Schweißprozesse einfach programmiert werden können. Zusammen mit einer intelligenten Schweißanlage könne erreicht werden, dass auch angelernte Mitarbeiter schnell prozesssicher schweißen können. Außerdem zeige dieses Beispiel, dass durch den Einsatz von Robotern, Berufe attraktiver werden können, so Zimprich. Auch würden durch Roboter Belastungen reduziert werden, so dass gerade auch Mitarbeiter mit Handicaps in Schweißprozesse eingebunden werden könnten.

Die einfachste Art der Roboterprogrammierung ist das Teachen. Dabei wird der Roboterarm händisch an die Stellen hingeführt, wohin er soll. Diese Punkte werden dann abgespeichert. Erleichtert wird das Programmieren noch, wenn im Klartext programmiert werden kann. Dabei werden umgangssprachliche Worte für Befehle verwendet und keine Fachbegriffe. Bei manchen Herstellern werden die Oberflächen im Design von Computerspielen programmiert, um eine einfache Handhabung zu gewährleisten. „Man kann schon fast sagen, wer mit einem Smartphone umgehen kann, kann auch einen Roboter programmieren“, führte Zimprich aus.
V.i.S.d.P.: Südwestmetall

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