B2B Wirtschaftsportal Baden-Württemberg

Ulm

Unsere Region braucht Fachkräfte aus dem Ausland!

IHK Ulm

24. Februar 2020
Unsere Region braucht Fachkräfte aus dem Ausland. Foto:©depositedhar / depositphotos.com

Ulm: Am 7. Juni 2019 hat der Deutsche Bundestag erstmals ein umfassendes Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschlossen, das zum 1. März 2020 in Kraft treten wird. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird zukünftig die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten, sowohl akademischer als auch beruflich qualifizierter Fachkräfte, einheitlich geregelt. Somit haben nicht mehr nur Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen die Möglichkeit, mit einem konkreten Arbeitsplatzangebot nach Deutschland zu kommen, sondern auch die Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Ausbildung. Zu den wesentlichen Neuerungen gehören:
der (vorläufige) Verzicht auf die Vorrangprüfung bei anerkannter Qualifikation und Arbeitsvertrag,
• der Wegfall der Begrenzung auf Mangelberufe bei qualifizierter Berufsausbildung,
• die Möglichkeit für Ausbildungsinteressierte und Fachkräfte mit qualifizierter Berufsausbildung für eine befristete Zeit zur Ausbildungsplatz- / Arbeitsplatzsuche nach Deutschland zu kommen,
• bei Vorliegen eines geprüften ausländischen Abschlusses verbesserte Möglichkeiten zum Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen im Inland mit dem Ziel der Anerkennung von beruflichen Qualifikationen und
• ein beschleunigtes Verfahren zur Einreise für Fachkräfte.

Mit dem neuen Gesetz kommt die Bundesregierung den Wünschen der Wirtschaft nach, die schon lange eine Neuregelung der Zuwanderung von beruflich qualifizierten Fachkräften forderte. „Den zunehmenden Fachkräftemangel können wir nur abfedern, wenn wir neben dem inländischen Potential an Fachkräften auch das Potential aus dem Ausland nutzen. Daher begrüßen wir die Einführung des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Die Hoffnungen, vor allem der kleinen Unternehmen, liegen aber auf einer möglichst bürokratiefreien Umsetzung. Daher wird der Erfolg oder Misserfolg des Gesetzes durch die Umsetzung in der Praxis bestimmt werden. Im Sinne unserer Mitgliedsunternehmen hoffen wir auf eine unternehmerfreundliche Umsetzung“, so Max-Martin W. Deinhard, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm.

Zentraler Ansprechpartner für Fragen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz in der IHK-Region Ulm ist das Welcome Center Ulm/Oberschwaben, das bereits seit Jahren zur Gewinnung und Bindung von internationalen Fachkräften und Studierenden berät.

Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung
Bereits zum 1. Januar 2020 trat das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung in Kraft. Das Gesetz ist Teil des umfassenden Migrationspakets, zu dem auch das Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz oder Fachkräfteeinwanderungsgesetz gehört. Ziel des Gesetzes ist es, geduldeten Flüchtlingen unter bestimmten Voraussetzungen und für einen bestimmten Zeitraum einen verlässlichen Aufenthaltsstatus durch eine langfristige Duldung zu gewähren. Voraussetzung dafür ist, dass sie eine Berufsausbildung absolvieren oder einer Beschäftigung nachgehen. Im Anschluss an eine Ausbildungs- oder Beschäftigungsduldung besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit zur Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis.
V.i.S.d.P.: IHK Ulm

- Anzeige -

Börse

- Anzeige -

NEUE AUFGABEN
GESUCHT?

FINDEN SIE JETZT DEN PASSENDEN JOB AUS ÜBER 12.000 JOBANGEBOTEN.

*IN KOOPERATION MIT DEM STELLENMARKT FÜR FACH- UND FÜHRUNGSKRÄFTE

Stelleninfos-Logo

Kurz & bündig informiert

Jeden Freitag die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten des Landes gesammelt im Überblick

B2B Themenmagazin

B2B Wirtschaftsportal Baden-Württemberg
Das Wirtschaftsportal B2B BADEN-WÜRTTEMBERG erreicht zielgenau und nahezu ohne Streuverlust den Mittelstand in Baden-Württemberg. Das Portal deckt das ganze Bundesland ab. B2B berichtet täglich aus 12 Kammer-Regionen, von der Region Heilbronn-Franken im Norden bis zur Region Hochrhein-Bodensee im Süden.