B2B Wirtschaftsportal Baden-Württemberg

Neckar-Alb

Katastrophale Lage

IHK Reutlingen

04. Mai 2020
Katastrophale Lage. Foto: ©AntonMatyukha / depositphotos.com

Reutlingen: „Gastronomie, Hotellerie und Reisebranche brauchen eine baldige Öffnungsperspektive mit einem konkreten Zeitplan. Sonst droht eine branchenweite Insolvenzwelle“, warnt Max-Richard Freiherr Rassler von Gamerschwang, Vorsitzender des IHK-Tourismusausschusses. Die Situation der Branche ist nach den staatlichen angeordneten Schließungen und dem über siebenwöchigen Stillstand katastrophal. Zwar haben die schnell und unbürokratisch aufgelegten Förderprogramme von Bund und Land den Betrieben kurzfristig geholfen. Ohne genaue Öffnungsperspektive rettet das Geld die Unternehmen auf Dauer jedoch nicht, so Rassler: „Von staatlicher Seite muss nachgelegt werden – bis wir wieder in vollem Umfang öffnen können.“
Einige Gastronomiebetriebe bieten derzeit zwar Lieferservices oder Speisen zum Abholen an. Dieses Angebot ist in der Regel jedoch nur ein Nullsummenspiel, sagten Vertreter der Betriebe bei der jüngsten online abgehaltenen Sitzung des Tourismusausschusses.

Die Branche hofft insgesamt auf den 6. Mai: Dann soll in der nächsten bundesweiten Schaltkonferenz zwischen Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten über weitere konkrete Öffnungsschritte gesprochen werden. Eine Teilöffnung mit entsprechenden Abständen und Hygieneregeln, wie sie zuletzt auch von Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut ins Spiel gebracht wurde, wird allerdings nur bedingt helfen, sagt Rassler: „Es wird darauf ankommen, wie viele Tische bei den angedachten Abstandsregeln untergebracht werden können. Sind es zu wenige, zahlt der Betrieb trotz Öffnung drauf, weil sie ja trotzdem ein entsprechendes Team in Küche und Service benötigen.“

Hilfsprogramm dringend nötig
Vor diesem Hintergrund begrüßt der IHK-Tourismusausschuss das von Landestourismusminister Guido Wolf angekündigte Hilfsprogramm für die Gastronomie und Hotellerie in Höhe von 328 Millionen Euro. Der Vorschlag des Ministers greift derzeit aber zu kurz. Unterstützung benötigen ebenso Reiseveranstalter und Reisebüros. „Ihre Umsätze liegen derzeit ebenfalls bei null, mit entsprechend schlechter Perspektive“, so der Vorsitzende. Auch die beschlossene Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie, die vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 gilt, greift natürlich nur dann, wenn wieder Umsätze generiert werden können. Außerdem gilt sie nur für Speisen und unterstützt somit die mit am stärksten betroffenen Diskotheken, Bars und Kneipen überhaupt nicht.

„Das einzige, was hilft, ist die Öffnungsperspektive“, appelliert Freiherr von Rassler an die Politik. Der Drei-Stufen-Öffnungsplan für den Tourismus von Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen weist insofern in die richtige Richtung und „ist daher ein wichtiger Impuls unserer Wirtschaftsministerin“, so der Vorsitzende. Es fehlt lediglich ein konkreter Zeitplan.
V.i.S.d.P.: IHK Reutlingen

- Anzeige -

Börse

- Anzeige -

NEUE AUFGABEN
GESUCHT?

FINDEN SIE JETZT DEN PASSENDEN JOB AUS ÜBER 12.000 JOBANGEBOTEN.

*IN KOOPERATION MIT DEM STELLENMARKT FÜR FACH- UND FÜHRUNGSKRÄFTE

Stelleninfos-Logo

Kurz & bündig informiert

Jeden Freitag die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten des Landes gesammelt im Überblick

B2B Themenmagazin

B2B Wirtschaftsportal Baden-Württemberg
Das Wirtschaftsportal B2B BADEN-WÜRTTEMBERG erreicht zielgenau und nahezu ohne Streuverlust den Mittelstand in Baden-Württemberg. Das Portal deckt das ganze Bundesland ab. B2B berichtet täglich aus 12 Kammer-Regionen, von der Region Heilbronn-Franken im Norden bis zur Region Hochrhein-Bodensee im Süden.