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Heilbronn-Franken

Otto Rettenmaier verstorben

TII - Transporter Industry International GmbH

28. Juli 2020
Otto Rettenmaier verstarb im Alter von 93 Jahren. Foto:©Tii

Heilbronn: Otto Rettenmaier, Heilbronner Unternehmerpersönlichkeit, Gründer und Gesellschafter der weltweit führenden Transporter Industry International Group (TII Group), ist am 23. Juli 2020 nur wenige Tage vor seinem 94. Geburtstag verstorben. Der vielfach ausgezeichnete Industrielle, Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, Senator e. h. der Universität Stuttgart-Hohenheim und Mäzen legte mit dem Kauf der SCHEUERLE Fahrzeugfabrik, NICOLAS Industrie und KAMAG Transporttechnik und der Gründung der TII India den Grundstein für die weltweit führende TII Group. Schon frühzeitig hat Rettenmaier die Unternehmensnachfolge und sein Vermächtnis geregelt: alle Firmenanteile sind im Besitz der Familie. Gemeinsam mit der Familienholding führen erfahrene, extern besetzte Geschäftsführer seit vielen Jahren die Unternehmensgruppe.
Mit dem Weitblick des erfahrenen Unternehmers übernahm der Heilbronner Otto Rettenmaier den damals schon international agierenden Spezialisten für Schwerlast- und Industriefahrzeuge und legte damit das Fundament für die TII Group. Mit der weiteren Übernahme NICOLAS, KAMAG, sowie der indischen Tochtergesellschaft TII India entwickelte er seine Schwerlasttransportersparte zum Weltmarktführer für Schwerlastfahrzeuge mit über 100 Tonnen Nutzlast. Otto Rettenmaier stellte die Unternehmensgruppe mit Spezialfahrzeugen für Industrieanwendungen, Schwerlastanhänger für die Straße und Fahrzeugen für Logistikanwendungen auf ein stabiles Fundament. Viele Rekorde konnten mit Fahrzeugen der TII Group aufgestellt werden. Der aktuelle Weltrekord liegt bei 17.500to Transportgewicht. Die Fokussierung auf die Bedürfnisse der Kunden und auf technischen Fortschritt sind seit Jahrzehnten der Garant für den Erfolg der Unternehmerfamilie.

Das außerordentliche persönliche Engagement von Otto Rettenmaier und seine Verlässlichkeit für die Unternehmen der TII Group bis zuletzt brachten ihm bei der Geschäftsleitung, der Belegschaft, seinen Kunden und Geschäftspartnern die größte Anerkennung und Wertschätzung ein.

Seit 1951 in verantwortlicher Position
Der 1926 im schwäbischen Holzmühle bei Ellwangen an der Jagst geborene Otto Rettenmaier trat nach dem Studium der Betriebswirtschaft an der Technischen Hochschule Stuttgart 1950 in den elterlichen Betrieb, Faserstoffwerke J. Rettenmaier & Söhne (JRS) mit dem Stammsitz Holzmühle/Rosenberg bei Ellwangen ein. Er gründete den Heilbronner Standort und entwickelte gemeinsam mit seinem älteren Bruder Josef Rettenmaier die JRS zum Weltmarktführer.

Unternehmensnachfolge frühzeitig geregelt
Otto Rettenmaier war seit 1959 mit seiner Frau Lore verheiratet, mit der er zwei Töchter und einen Sohn sowie acht Enkel hat. Zeit Lebens spielte für Otto Rettenmaier die Familie eine wichtige Rolle. Seine Tochter Susanne Rettenmaier leitet seit vielen Jahren als geschäftsführende Gesellschafterin die Familienholding gemeinsam mit einem Verwaltungsrat. Die TII Group ist zentrales Element dieses unternehmerischen Engagements. Mit weiteren Mitgliedern der Zweiten und Dritten Generation ist die Familie im Gesellschafterkreis, im Verwaltungsrat und in operativen Funktionen für die Unternehmensgruppe engagiert. Gemeinsam mit erfahrenen externen Verwaltungsräten, der externen Geschäftsleitung unter dem Vorsitz von Dr. Gerald Karch, den Führungskräften und der Belegschaft der TII Group steht die Unternehmerfamilie Otto Rettenmaier somit für das erfolgreiche Fortbestehen der Unternehmen der TII Group ein. Die Gruppe ist wirtschaftlich auf gutem Kurs und verzeichnet im ersten Halbjahr -trotz unsicherer Corona-Zeiten – ein erfreulich gutes Ergebnis.

Förderung von sozialen Vorhaben war ihm ein wichtiges Anliegen
Der unternehmerische und finanzielle Erfolg bildete die Basis für Otto Rettenmaiers Mäzenatentum. Die Förderung gesellschaftlicher, kultureller und sozialer Vorhaben war ihm zeitlebens ein wichtiges Anliegen. Er unterstützte zahlreiche kulturelle, soziale und wissenschaftliche Projekte sowie Institutionen, darunter die Hochschule Heilbronn und die Universität Stuttgart-Hohenheim. Letztere ernannte ihn bereits im Jahr 1984 zum Ehrensenator und verlieh ihm 2014 die seit Bestehen nur selten vergebene Universitätsmedaille in Gold. Auch in seiner Heimat Heilbronn unterstützte er eine Vielzahl von kulturellen, sozialen und kirchlichen Projekten. Otto Rettenmaier war zeit seines Lebens ein tief gläubiger Mensch, dem sein Glaube in schwierigen Zeiten eine zentrale Stütze war. Von der Gemeinde Pfedelbach, in der die SCHEUERLE Fahrzeugfabrik ihren Sitz hat, erhielt er 2013 für sein unternehmerisches Engagement die Goldene Bürgermedaille. Von seiner Großzügigkeit zeugen das nach ihm benannte Audimax der Universität Hohenheim sowie das Otto-Rettenmaier-Haus der Stadtgeschichte in Heilbronn. Nach dem Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt er in Anerkennung um seine herausragenden Verdienste 2005 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.

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