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Schwarzwald-Baar-Heuberg

Silicon Valley soll als Vorbild dienen: IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg eröffnet Gründergarage

IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

19. August 2020
gruendergarage_achim_scheerer.Foto: ©IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Villingen-Schwenningen: In Garagen im Silicon Valley entstanden erfolgreiche Tech-Weltunternehmen. Mit der „Gründergarage“ holt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg zusammen mit mehreren regionalen Partnern aus dem Bereich Gründung das Silicon Valley ganz einfach in die Region. In eindrucksvoller Kulisse, einer Fabrikhalle in der Schwenninger Lichtensteinstraße, fiel der Startschuss für dieses neue Gründungsprogramm. Über 70 Gründerinnen und Gründer aus verschiedenen Branchen nutzten die Chance, um sich im corona-konform gestalteten Raum darüber zu informieren und nach der Veranstaltung ausgiebig zu netzwerken.
„Wir wollen und brauchen mehr Existenzgründer für diese tolle Region, denn unsere Wirtschaft lebt von frischen Ideen“, sagte Achim Scheerer, Vizepräsident der IHK und Geschäftsführer der Scheerer Logistik GmbH & Co. KG in Aichhalden zum Auftakt. Mit der Gründergarage, so der Vizepräsident, wolle die IHK Gründungswillige noch gezielter begleiten und Hilfe aus einer Hand geben. „Kämpfen Sie nicht alleine, denn letztlich stehen wir alle vor denselben Herausforderungen“.

Scheerer appellierte an die Anwesenden, Gründergeist zu entwickeln und mit Herz, Leidenschaft und Verstand die Selbstständigkeit anzugehen. Die Corona-Pandemie und die immer stärkere Digitalisierung seien mit ursächlich für den momentanen tiefgreifenden Strukturwandel. Damit Unternehmensgründungen noch attraktiver würden und die Region wirtschaftlich konkurrenzfähig bleibe, forderte der IHK-Vizepräsident weniger Bürokratie, einen vereinfachten Zugang zu Kapital und kontinuierliche strukturelle Verbesserungen, wie den weiteren Ausbau schneller Datenleitungen. „Gründer, die IHK und ihre Partner müssen an einem Strang ziehen, packen wir es gemeinsam an“, appellierte Scheerer.

Thomas Wolf, in dessen Ressort als Mitglied der IHK-Geschäftsleitung der Bereich Unternehmensgründung und -nachfolge fällt, bemängelte: „Die fehlende Transparenz bei den Gründungsangeboten, Bürokratie und mangelndes Wissen sorgen für viel Frust bei Gründern“. Dabei gebe es in der Region starke Experten und tolle Ideen. Die Gründergarage wolle die fehlende Lücke schließen und passgenaue Lösungen bieten. „Durch zielorientiertes Handeln und Synergien zwischen den Gründungspartnern sparen diese Zeit und Kosten. Aber genauso wichtig ist, dass Sie von Erfolgen und Misserfolgen anderer Gründer lernen“, machte Wolf deutlich.

Für das Programm der Gründergarage bewerben könnten sich sowohl Gründungswillige, aber auch wer bereits in den letzten drei Jahren gegründet habe. „Das kann aus den Bereichen Industrie, Handel, Dienstleistungen, Gastronomie oder Tourismus sein“, zählte Wolf auf. Gestartet werden soll bereits am 8. Oktober, zunächst mit zehn Teilnehmern. Je nachdem wie es anlaufe, so Thomas Wolf, könnte ein halbes Jahr später eine weitere Gruppe ins Rennen geschickt werden. Und wie sieht eine solche Begleitung aus? „Wir versorgen Sie beim Coaching mit allen Informationen, die sie für einen erfolgreichen Schritt in die Selbstständigkeit brauchen. Das beginnt mit der Beratung bei Finanzierung und Förderung, beim Vermitteln eines Paten aus der regionalen Wirtschaft, der Vernetzung mit Unternehmern aus der eigenen Branche, bis hin zum Aufbau einer Infrastruktur mit der Suche nach Büros oder Produktionsstätten.“ Er machte aber auch klar: Wer für die Gründergarage ausgewählt wird, sollte engagiert dabei sein und so gut es geht die Pflichtangebote wahrnehmen, „ansonsten macht das für beide Seiten keinen Sinn“.

Die Gründergarage
Der Name Gründergarage wurde in Anlehnung an das Silicon Valley und der Gründung von Weltunternehmen in Garagen gewählt. Die Mitarbeitenden des IHK-Fachbereichs Unternehmensgründung und -nachfolge, allen voran die Existenzgründungsberaterin Marlene Hauser, begleiten zusammen mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft Firmengründerinnen- und gründer über mehrere Monate beim Start in die Selbstständigkeit. Partner der Gründergarage sind unter anderem die bwcon GmbH (Villingen-Schwenningen), das Gründungs- und Kreativzentrum Villingen-Schwenningen, das Gewächshaus Rottweil, das Innovations- und Forschungs-Centrum Tuttlingen der Hochschule Furtwangen (IFC), die Klosterbergfabrik St. Georgen, die RegionalAgenten GmbH & Co. KG (Villingen-Schwenningen), das RKW Baden- Württemberg Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (Stuttgart), das St. Georgener Technologiezentrum, die Steinbeis GmbH & Co.KG (Villingen-Schwenningen), die EGON - Wirtschaftsförderungs- und Existenzgründungsoffensive Neckar-Eschach (Niedereschach) sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Fragen und rund um die Gründergarage sowie Bewerbungen für dieses Programm nimmt bei der IHK Marlene Hauser per E-Mail: gruendergarage@vs.ihk.de entgegen. Bewerbungsschluss für den ersten Durchgang ist bereits der 13. September, gestartet wird am 8. Oktober. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es auf der Internetseite www.gruendergarage-sbh.de.

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