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Rolls-Royce Power Systems bleibt während Covid-19-Pandemie noch profitabel

Rolls-Royce Power Systems AG

28. August 2020
Rolls-Royce Power Systems bleibt während Covid-19-Pandemie noch profitabel. Foto:©DenisDenisenko / depositphotos.com

Friedrichshafen: Die wirtschaftlichen Ergebnisse des Geschäftsbereichs Power Systems von Rolls-Royce standen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 deutlich unter dem Einfluss der weltweiten Covid-19-Pandemie. Der bereinigte Umsatz sank um 11 Prozent auf 1,25 Mrd. £ (1,43 Mrd. €*). Mit 22 Millionen £ (25 Mio. €*) bereinigtem Gewinn (-79 Prozent) arbeitet der Geschäftsbereich noch profitabel. Parallel hat Power Systems intensiv an der Neuausrichtung zum Anbieter nachhaltiger integrierter Komplettlösungen für Antrieb und Energie weitergearbeitet und entwickelt verstärkt klimaschonende Produkte.
„In der beispiellosen Situation, in der sich die Weltwirtschaft aufgrund der Covid-19-Pandemie befindet, haben wir in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 die wirtschaftlichen Auswirkungen bestmöglich versucht einzugrenzen. Wir haben die Entwicklung frühzeitig erkannt und mit einer Reihe von Maßnahmen gegengesteuert: Die Herausforderung, den Schutz unserer Mitarbeiter vor Infektion in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig weiterhin für unsere Kunden da zu sein, ist uns unter den gegebenen widrigen Umständen gelungen“, sagt Andreas Schell, CEO von Rolls-Royce Power Systems.

Einzelne Märkte reagieren unterschiedlich – diversifizierte Aufstellung zahlt sich aus
Louise Öfverström, CFO von Power Systems, analysiert das erste Halbjahr so: „Der geringere Umsatz resultiert aus einer spürbaren Zurückhaltung der Kunden bei Neuinvestitionen, wobei die Rückgänge je nach Anwendungsbiet, unterschiedlich ausfielen. Unsere diversifizierte Aufstellung über 13 Märkte und unterschiedliche Anwendungsgebiete hat sich dabei erneut als richtig und stabilisierend für unser Geschäft erwiesen.“

Der Umsatz im Markt für Energieerzeugung blieb stabil, weil vor allem Betreiber großer Rechenzentren in verstärktem Maß in die Sicherheit der Energieversorgung ihrer Anlagen investieren. „Die Lockdown-Phase hat uns allen die existenzielle Wichtigkeit eines funktionierenden weltweiten Datenverkehrs verdeutlicht. Wir sichern mit unseren Anlagen die Energieversorgung vieler sicherheitskritischer Einrichtungen wie Rechenzentren, Serverparks, aber auch von Krankenhäusern“, so Andreas Schell. Das Behördengeschäft entwickelte sich unbeeinflusst von den Auswirkungen der Pandemie.

Von Umsatzrückgängen betroffen waren Segmente wie die Personenschifffahrt und Yachten, ebenso das Geschäft mit Anlagen für die Öl- und Gasindustrie und Industrieantrieben. Weil während des Lockdowns viele Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen stillstanden, sank der Serviceumsatz erwartungsgemäß um etwa 12 Prozent.

Krisenmanagement hält Produktion aufrecht
„Die Produktion haben wir an einigen Stellen den gesunkenen Bedarfen unter anderem durch Kurzarbeit an deutschen Standorten angepasst. Wir mussten sie aber trotz Herausforderungen in den globalen Lieferketten zu keiner Zeit einstellen. Dank guter Beziehungen zu unseren Lieferpartnern und intelligentem Krisenmanagement waren wir so in der Lage, alle Aufträge trotz der erschwerten Bedingungen auszuliefern. Auch das trug dazu bei, die Konsequenzen auf unser Geschäft zu verringern“, betont Schell.

Um die Auswirkungen der Pandemie auf der finanziellen Seite abzumildern, hat Power Systems eine Reihe von liquiditätsschonenden Maßnahmen ergriffen. Die Einstellung von Dienstreisen bis auf geschäftskritische Ausnahmen und die Überprüfung und gegebenenfalls das Aussetzen von laufenden Projekten sind einige Beispiele. Um die Personalkosten zu reduzieren, verzichten Führungskräfte auf Teile ihres Gehaltes oder verschieben die Auszahlung. Ein Einstellungsstopp, das Aussetzen von Gehaltserhöhungen im laufenden Geschäftsjahr und drei Wochen unbezahlte Produktionspause in den Werken in den USA sind weitere Maßnahmen des Kostenmanagements. „Wir mitigieren die finanziellen Risiken aus der aktuellen Situation bestmöglich“, erklärt Louise Öfverström. „Kostendisziplin und die Absicherung des Cashflows haben weiterhin Priorität.“

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