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Nordschwarzwald

Weniger ist das neue Mehr: Wenn aus Mehrwegmilchflaschen Kaffeemühlen werden

Hochschule Pforzheim

14. Oktober 2020
Wenn aus Mehrwegmilchflaschen Kaffeemühlen werden.Foto: ©Hochschule Pforzheim

Pforzheim: Studierende der Hochschule Pforzheim entwickeln innovative nachhaltige Produkte. Ökologisch nachhaltig, klimaschonend, langlebig und im Falle eines Defektes einfach zu reparieren. Als Mitarbeiter des fiktiven Unternehmens MINDful GmbH haben Studierende der Hochschule Pforzheim sich dem Over-Engineering-Trend entgegengestellt und Produkte mit einer möglichst guten Ökobilanz entwickelt.
Luftreiniger in Holzsteckbauweise, Mehrwegmilchflaschen, die zu Kaffeemühlen werden oder displaylose Küchenmaschinen, die via Smartphone bedient werden die studentischen Innovationen konzentrieren sich auf eine bestimmte, von den Kunden wirklich benötigte, Funktion und sollen eine optimierte Alternative zu Produkten etablierter Anbieter darstellen. Die studentischen Arbeiten erfolgten im Rahmen des interdisziplinären Projektseminars „designING“ des Masterstudiengangs Produktentwicklung. „Der Erfolg eines Produktes am Markt hängt heute maßgeblich von der erfolgreichen Kommunikation unterschiedlicher Fachdisziplinen ab. Unsere Studierenden lernen im Projekt ,designING‘ frühzeitig die Methodik und Denkweise der Fachleute anderer Bereiche kennen und verstehen“, so Projektleiter Professor Dr.-Ing. Werner Engeln.

Ebenso wie die Gruppenarbeiten erfolgten auch die Abschlusspräsentationen zu Beginn des aktuellen Wintersemesters, am 2. Oktober 2020, im virtuellen Raum. Insgesamt fünf studentische Teams entwickelten vom 28. September bis zum 2. Oktober 2020 innovative nachhaltige Produkte für eine jeweils eigene Zielgruppe. „Die technische Machbarkeit musste geprüft, das Fertigungsverfahren festgelegt und die CAD-Daten für ein zielgruppenspezifisches Design erstellt werden. Auch Herstellkosten und Marktpreis mussten bestimmt, sowie die Ökobilanz erarbeitet werden“, so Werner Engeln. Es galt, die Entwicklungen so zu planen, dass die Produktmaterialien getrennt entsorg- und recycelbar sind sowie die Baugruppen so zu gestalten, dass sie nach einigen Jahren dem Stand der Technik angepasst oder repariert werden können. Auch Produktionstechnologien und Design sollten die Werte der fiktiven MINDful GmbH, als Pionier im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit, widerspiegeln.

Das interdisziplinäre Projektseminar „designING“ ist seit dem Sommersemester 2013 fest als Lehrangebot im Masterstudiengang Produktentwicklung des Fachbereichs Maschinenbau verankert. Unterstützung findet die Lehrveranstaltung auch vom Hochschul-Institut „HEED – Institute for Human Engineering & Empathic Design“. Zielsetzung des von der Karl Schlecht Stiftung geförderten Instituts ist es, interdisziplinäres Zusammenarbeiten der Pforzheimer Fakultäten zu fördern und die Gründerkultur in Deutschland zu stärken, indem Studierenden die Entwicklung zu innovativen und unternehmerischen Persönlichkeiten ermöglicht wird.

Hintergrund: Maschinenbau
Im Fachbereich Maschinenbau an der Pforzheimer Fakultät studieren etwa 580 Studierende in den Bachelorstudiengängen „Maschinenbau/Produktentwicklung“ und „Maschinenbau/Produktionstechnik und -management“ sowie dem Masterstudiengang „Produktentwicklung“. 18 Professoren, unterstützt durch wissenschaftliche Mitarbeiter, garantieren zusammen mit Lehrbeauftragten aus der Industrie und aus Forschungsinstitutionen eine starke Anwendungsorientierung in Lehre und Forschung.
Hintergrund: Masterstudiengang Produktentwicklung (M.Sc.)

Der Masterstudiengang „Produktentwicklung“ vermittelt Methoden und Werkzeuge der Produktentwicklung, Anregung und Umsetzung von Innovationen, Führen von Entwicklungsteams sowie rechtliche Aspekte der Produktentwicklung. Absolventen arbeiten an der Schnittstelle zwischen Produktentwicklung, Design, Vertrieb, Marketing, Produktmanagement und Qualitätssicherung. Durch ihr interdisziplinäres und interkulturelles Verständnis sind Produktentwickler in der Lage, komplexe Entwicklungsprojekte zu leiten. Der Masterstudiengang richtet sich an Bachelor-Absolventen des Maschinenbaus, des Wirtschaftsingenieurwesens, des Industriedesigns sowie artverwandter Ingenieurwissenschaften.

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