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Stadtwerke Tübingen nehmen regionalen Ökostrom von Windkraft-Projektentwickler SOWITEC

Stadtwerke Tübingen GmbH

30. November 2020
Stadtwerke Tübingen nehmen regionalen Ökostrom. Foto:©Hungary, Sarbogard / depositphotos.com

Tübingen: Ziel der Stadtwerke Tübingen (swt) ist es, den Anteil erneuerbarer Energien in ihrem Stromportfolio weiter deutlich auszubauen. Den Löwenanteil davon steuert die Windkraft bei. Die ersten Windkraftanlagen entstanden in den Anfangsjahren der Energiewende vor rund 20 Jahren. Für etliche diese Anlagen läuft Ende 2020 die staatliche EEG-Förderung aus, was einen Weiterbetrieb bisweilen unsicher macht. Mit der Abnahme des Windstroms aus zwei Baden-Württembergischen Windparks des Projektierers SOWITEC unterstützen die swt deren Weiterbetrieb auch über 2020 hinaus.
Mit dem Projektentwickler SOWITEC aus Sonnenbühl haben die Stadtwerke Tübingen mehrjährige Stromabnahmeverträge geschlossen. Zukünftig fließt ein Teil des Ökostroms aus den Windparks Himmelberg und Wiesensteig direkt ins swt-Portfolio. Die Abnahmeverträge tragen wesentlich dazu bei, dass die Anlagen von SOWITEC weiter wirtschaftlich betrieben werden können, am Netz bleiben und den so dringend benötigen Ökostrom liefern. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sind das rund 7,2 Millionen Kilowattstunden aus beiden Windparks – das entspricht einer Menge, um rund 1.600 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit regenerativ erzeugtem Strom zu versorgen.

„Jeder Windpark leistet daher einen Beitrag zur Energiewende, gerade wenn aktuell der Windkraftausbau in Süddeutschland sehr ins Stocken geraten ist“, sagt Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen. „Deshalb wollen wir als kommunales Stadtwerk vor allem auch den regionalen Windparks dabei helfen, dass sie auch ohne EEG-Förderung am Netz bleiben können und weiter regenerativen Windstrom liefern. Für unser Portfolio bedeutet der zusätzliche regional erzeugte Ökostrom eine Aufwertung. Und unsere Ökostrom-Kunden freuen sich, wenn ein Teil ihres Stroms aus Windkraftanlagen in der Nähe kommen.“

Frank Hummel, CEO der SOWITEC Group GmbH sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Stadtwerken Tübingen einen lokalen Abnehmer für unseren Strom aus den beiden Windparks gefunden haben. Dies ermöglicht uns die Windparks auch die kommenden Jahre weiter zu betreiben. Ein wirtschaftlicher Betrieb wird jedoch nur dann möglich sein, wenn keine größeren Reparaturen anfallen. Wir hoffen daher, dass für diese sogenannten Altanlagen noch eine Übergangsregelung, bei welcher für einen begrenzten Zeitraum noch ein Zuschlag zum Strompreis gewährt wird, von der Politik verabschiedet wird.“

Windparks aus den Anfangsjahren der Energiewende

Der Windpark Himmelberg wurde 1995 von SOWITEC als einer der ersten Windparks in Süddeutschland in Betrieb genommen, besteht aus drei Windrädern und hat eine Gesamtkapazität von 1,8 Megawatt. Im Windpark Wiesensteig (in Betrieb seit 1999) erzeugen sechs Windkraftanlagen regenerativen Strom mit einer Gesamtkapazität von 4,5 Megawatt. Beide Windparks gehören damit zu den älteren in Baden-Württemberg. Die „Pionier-Windparks“ aus den Anfangsjahren der Energiewende fallen somit Ende 2020 aus der staatlichen EEG-Förderung.

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