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Stuttgart

Wissenschaftsministerium fördert zwei Reallabore mit insgesamt rund 1,6 Mio. Euro

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

04. Dezember 2020
Wissenschaftsministerium fördert zwei Reallabore Künstliche Intelligenz. Foto:©Jirsak / depositphotos.com

Stuttgart: Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes fördert das Wissenschaftsministerium künftig zwei Reallabore „Künstliche Intelligenz“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim (ZI) mit insgesamt 1,6 Mio. Euro, rund 800.000 Euro pro Projekt. Ziel der Reallabore wird es sein, in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft neue wissenschaftliche Erkenntnisse durch Künstliche Intelligenz zu gewinnen. Im Fokus steht die praktische Anwendung.
„Reallabore bieten die Möglichkeit, in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft innovative Handlungsmodelle sowie Lösungsansätze auszutesten und zu erforschen. Besonders in einem so zukunftsträchtigen Feld wie der Künstlichen Intelligenz ist es daher wichtig, Chancen, aber auch mögliche Risiken in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen und zusammen mit allen Beteiligten zu erforschen. Die beiden ausgewählten Projekte zeigen auf beeindruckende Weise, welche neuen Möglichkeiten und ganz konkrete Unterstützung KI für unsere Gesellschaft bieten kann,“ sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Freitag (4. November) in Stuttgart.

Reallabor „Robotische Künstliche Intelligenz“ am KIT
Das Reallabor „Robotische Künstliche Intelligenz“ des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat das Ziel, Künstliche Intelligenz durch humanoide Roboter für Menschen erfahrbar zu machen. Die Forschungsgebiete umfassen hierbei Nutzergruppen in unterschiedlichen Umgebungen – von Kita über Schule bis zu Museum, Bibliothek und Krankenhaus. Die Erkenntnisse aus dem gemeinsamen Forschen von Gesellschaft und Wissenschaft sollen dann Grundlage für die Entwicklung zukünftiger humanoider Roboter sein. „Uns ist es extrem wichtig, dass der Wissens- und Erfahrungsaustausch in beide Richtungen geht: Forschung und Anwendung kommen auf Augenhöhe zusammen, so dass wir anschließend genau die Technologien entwickeln können, welche die Menschen wirklich brauchen und haben wollen“, sagt Professor Tamim Asfour vom Institut für Anthropomatik und Robotik des KIT und Koordinator des Reallabors.

„Künstliche Intelligenz für psychische Gesundheitsförderung“ am ZI
Das Reallabor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim beschäftigt sich mit dem Anwendungsfeld „Künstliche Intelligenz für digitale personalisierte psychische Gesundheitsförderung bei jungen Menschen“. „Junge Menschen sind in besonderem Maße von psychischen Gesundheitsproblemen betroffen und nehmen Präventionsangebote nur in geringem Umfang in Anspruch. Die schnellen Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und Digitalisierung ermöglichen die Entwicklung neuer digitaler Interventionen zur psychischen Gesundheitsförderung und Prävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche das Reallabor exemplarisch untersucht,“ sagt Prof. Dr. Ulrich Reininghaus, Leiter der Abteilung Public Mental Health am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. Bereiche, die im Fokus stehen, sind Erziehungsberatung, schulpsychologische Beratung, Schulsozialarbeit, Medienpädagogik und die Versorgung von jungen Menschen mit Fluchterfahrung.

Baden-Württemberg ist seit 2015 bundesweiter Pionier in der Reallaborforschung. Ziel der Förderung von Reallaboren ist die Stärkung der Kooperation von Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen mit außerwissenschaftlichen Partnern zur Bearbeitung von gesellschaftlich relevanten Fragen, die sich in diesem Fall durch innovative Ideen zur Anwendung von Künstlicher Intelligenz ergeben.

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